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„Alte Scheune in neuer Nachbarschaft gemeinsam belebt“

Warum engagieren Sie sich persönlich für das Projekt?

Wir sind von der Idee überzeugt und glauben an dieses Projekt, dass eine alte Scheune von großem Nutzen für viele Menschen sein könnte. Wir haben eine Vision wie es sein könnte und möchten auch mit diesem Antrag die Initiative ergreifen und den Blick auf die Möglichkeiten richten.
Die derzeit zum größten Teil leerstehende Scheune bietet sich als verbindendes Element für viele Menschen (ca. 250) quer durch alle Generationen großartig an.

Was wird konkret im Projekt gemacht? Welche Ziele verfolgt es? Wer braucht es?

Auf dem ehemaligen Rittergut bzw. ehemalige Lungenheilanstalt haben jeweils 3 unterschiedliche Initiativen ihre Ideen verwirklicht. Eine Grundschule, 1 Waldkindergarten, sowie viele Genossenschaftswohnungen sind bis Ende 2012 entstanden. Der Kindergarten wurde 2004 gegründet, die Schule nahm 2007 ihren Betrieb auf und die Bewohner konnten bis Ende 2012 in Ihre Wohnungen einziehen. Jetzt, mit tatsächlich neuer Nachbarschaft, ist es an der Zeit einen Ort zu finden, der allen offen steht, von allen genutzt werden kann und eine gute Basis zu Vernetzung bietet.
Ein gemeinsamer Veranstaltungsraum, Bewegungsraum für alle Generationen, ausgerichtet auf unterschiedliche Bedürfnisse soll geschaffen werden. Zu nutzen als Nachbarschaftstreff, Marktplatz, zum Feiern und als festlicher Veranstaltungsort. . Der Austausch zwischen den Generationen kann intensiviert werden. Bildung, Kultur, Bewegung, Austausch der Generationen in Verbindung mit urbaner Dörflichkeit als zukunftsweisendes und zeitgemäßes Projekt.
Der besondere Standort, Blankenfelde das letzte abgeschlossene Dorf im Berliner Norden, im Stadtteil Pankow, bietet urbane Nähe. Jedoch müssen in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen auf vielfältige kulturelle oder Bewegungsangebote verzichten, bzw. können diese nur mit Erschwernis verfolgen. Dies gilt für Eltern mit vielen Kindern, ältere oder behinderte Menschen gleichermaßen.

Wer trägt das Projekt?

Die Freie Naturschule im StadtGut durch den Träger Freie Waldschule Pankow e.V. ist Hauptinitiator des Projektes. Maßgeblich verantwortlich für den Ausbau. Dauerhaft soll das Projekt von allen Initiativen getragen werden, da es die Möglichkeit bietet, alle Generationen und alle Initiativen zu verbinden.

Wie geht die Nachbarschaft mit Ihrem Projekt um? Welchen Rückhalt bekommen / erwarten Sie?

Wir erwarten einen großen Rückhalt. Um das Projekt anzuschieben, sind am Anfang immer weniger Menschen aktiv. Da die unterschiedlichen Bedürfnisse Gehör finden sollen, sind wir der festen Überzeugung, dass sich mehr Unterstützer finden lassen, wenn das Projekt sichtbarer nach außen wird.

Was sind die nächsten Projektschritte? Welche Pläne haben Sie?

Die nächsten Schritte sind ein Weltcafe gemeinsam mit allen Bewohnern des StadtGutes, Mitarbeitern und Eltern der Initiativen von Schule und Kindergarten. So können neue Ideen entwickelt werden. Zudem werden so am Anfang alle Bedürfnisse erfasst. Gleichzeitig geht die Akquise der Fördermittel für den Ausbau der Scheune weiter.

Welche Ideen haben Sie, damit Ihr Projekt langfristig besteht und wirken kann?

Wir glauben daran, dass wenn viele unterschiedliche Bedürfnisse von vorneherein berücksichtigt werden, das Projekt nachhaltig verankert ist.

Was benötigen Sie, um Ihr Projekt voranzubringen? Wie hoch sollte Ihr Preisgeld sein?

Viele Menschen die die Idee unterstützen sind hilfreich. Jeder neue Unterstützer für unsere Idee ist willkommen und gibt Energie für die Weiterverfolgung des Projekts. Auch wenn das Preisgeld nicht hoch ausfallen sollte, jeder Mosaikstein ist wertvoll. Konkret werden wir für den Ausbau der Holzscheune 500.000.- benötigen.

Wird Ihr Projekt bereits gefördert? Wenn ja, von wem und in welcher Form?

Nein, bisher wird das Projekt noch nicht finanziell gefördert. Wir sind in Gesprächen mit der GLS Bank zur Projektfinanzierung. Unser Verpächter, Selbstbau e.G. unterstützt uns grundsätzlich, im Rahmen seiner Möglichkeiten. Der Waldkindergarten, Waldläufer e.V. , sowie das StadtGut e.V. werden das Projekt ebenfalls inhaltlich unterstützen, sobald die Finanzierung, die maßgeblich von der Schule übernommen wird, das Projekt in Reichweite bringen kann. Sowohl der Bezirksbürgermeister Herr Köhne, wie auch die Schulstadträtin Frau Zürn- Kasztantowicz des Bezirkes Pankow befürworten die Idee eines großen Bewegungsraumes auf dem Gelände.

Was können andere von Ihrem Projekt lernen? Was ist das Nachahmenswerte an Ihrem Projekt?

Sowohl die Freie Naturschule im StadtGut, die Waldläufer e.V. als auch das StadtGut e.V. sind Initiativen, die eine Idee mit viel Idealismus, Energie und Leidenschaft verfolgt haben. So ist die erste Naturschule Deutschlands entstanden, nach 10 Jahren Energieeinsatz konnten in 2012 die Mitglieder des Vereins Selbstbau in ihre Genossenschaftswohnungen einziehen. Es wurde viel erreicht und auf den Weg gebracht. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, dass die 3 Initiativen, auf dem gemeinsamen Gelände ein gemeinsames Ziel verfolgen. Wieder ist viel Idealismus gefragt, auch wenn ein Anlauf mit der Lotto Stiftung nicht erfolgreich war, die Idee nicht aufzugeben, das ist das wichtige.

Was müsste bei dem kommenden Anlauf anders sein?

Wir befinden uns jetzt in der Planungsphase. Im Gegensatz zum einmalig gestellten Antrag bei der Deutschen Stiftung Klassenlotterie, setzen wir diesmal auf einen breiten Unterstützerkreis. So wird die Umsetzung eventuell mehr Zeit in Anspruch nehmen, dann aber von vielen getragen. Konkret war die Naturschule in 2012 mit vielen Sanierungsmaßnahmen beschäftigt, das StadtGut e.V. mit der Fertigstellung der Gebäude, so dass die Bewohner Ende des Jahres einziehen konnten. Der Raum für ein neues Projekt wird in 2013 eröffnet.

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