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„Anpassung des holländischen Soziokratie-Modells auf nachbarschaftliche Quartiersentwicklung“

Warum engagieren Sie sich persönlich für das Projekt?

Aufgrund meiner Erfahrung seit 1998 mit den Reparaturprojekten von „Oben“ für das Veedel Kalk wie Soziale Stadt, Stadtsanierung, Sozialraum, KalkSchmiede etc., welche i.d.R. keine Verankerung bei den Betroffenen hatten bzw. sich nur mit Ausnahmen wie dem Nachbarschaftstreff in Kalk-Nord, möchte ich den Beweis antreten, dass es anders gehen kann.
Zur 1. Zukunftsschmiede Anfang Mai 2012 wurde ich von der Kalkschmiede gebeten, einen Input zum Thema Partizipation zu leisten.
Das von mir vorgestellte Konzept der Soziokratie fand reges Interesse.
Leider ergab sich insbesondere aus zeitlichen Gründen keine eigene Anwendungsmöglichkeit im Rahmen des Projektes der Montags-Stiftung zu Kalk-Nord mehr.

Was wird konkret im Projekt gemacht? Welche Ziele verfolgt es? Wer braucht es?

Anpassung des holländischen Modells auf die deutsche Quartierssituation bzw. Stadtteilentwicklungsverhältnissen in mehreren Schritten bzw. Phasen
I) Analyse der bisherigen Anwendungen in Holland zu Stadtentwicklung mit
1) Exkursion zum Soziokratie-Zentrum und Besichtigung von Projekten
2) Symposium in Köln zu Erfahrungen ähnlicher Anwendung in Deutschland
II) Erprobung des Soziokratiemodells in Kalk-Nord in einem Teilabschnitt der Remscheider Straße zwischen der Wohnbebauung au der einen und der Hauptschule auf der andere Straßenseite.
III) Auswertung und Dokumentation des Tests
IV) Erstellung eines Anwendungsleitfadens und Schulungskonzeptes
V) Curriculum zu Ausbildung von Veedel-Soziokratie-Moderatoren (VSM)

Entwicklung, Erprobung und Weitergabe eines basisdemokratischen Instrument zur Aktivierung und Beteilung der Betroffenen.
Die Bewohner benötigen ein Partizipationskonzept, welches verbindlich Ihre Forderungen berücksichtigt und sie gleichzeitig in die Verantwortung zur Umsetzung einbindet.

Wer trägt das Projekt?

a) zunächst nur der Antragsteller
b) potentieller Partner sind
1) Runder Tisch Quartiersentwicklung Kalk-Nord
2) Wohndialog Kalk-Nord
3) Soziokratisches Zentrum Deutschland
(International = Stichting Sociocratisch Centrum, Rotterdam)
4) ggf. FH Köln, Prof. Schubert vom Institut zu Sozialraummanagement
c) perspektivisch Gründung eines Kalker Trägervereins

Wie geht die Nachbarschaft mit Ihrem Projekt um? Welchen Rückhalt bekommen / erwarten Sie?

Da das Projekt bisher nur als Idee existiert, gibt es auch keine Nachbarschaftsmeinung als solche, aber einzelnen positiven Zuspruch.
Dieses Projekt wäre zudem auch in Deutschland das Erste seiner Art.
Mit großer Wahrscheinlichkeit erhalte ich von Schlüsselakteuren Unterstützung im Handeln und Umsetzung. Von der Politik und Verwaltung erwarte ich kein „Bremsen“.

Was sind die nächsten Projektschritte? Welche Pläne haben Sie?

Die einzelnen Schritte sind bereits unter „Was wird konkret im Projekt gemacht?“ aufgeführt.
Plan ist die Umsetzung der Projekt-Idee.

Welche Ideen haben Sie, damit Ihr Projekt langfristig besteht und wirken kann?

In Kalk eine Art Agentur zu gründen, die das auf Veedel- / Stadtteilentwicklung bezogene Soziokratiemodell in Kalk und auch weiter in Köln anbietet. Darüber hinaus kann es als Beispiel für andere dienen.
Zur (Re-)Finanzierung kann das Wissen gegen Entgelt angeboten werden.
Das können Unterlagen, Seminarangebote oder Moderationsleistungen (VSM) sein.

Was benötigen Sie, um Ihr Projekt voranzubringen? Wie hoch sollte Ihr Preisgeld sein?

Eine Unterstützung des Soziokratischen Zentrums Deutschland und Holland wäre sehr hilfreich. Wenn möglich, sollten weitere Förderungsangebote in Anspruch genommen werden.
Als Startfinanzierung ist geschätzt ein Betrag von 10-15 TEUR erforderlich.

Wird Ihr Projekt bereits gefördert? Wenn ja, von wem und in welcher Form?

nein

Was können andere von Ihrem Projekt lernen? Was ist das Nachahmenswerte an Ihrem Projekt?

Übernahme zur Anwendung eines erprobten Partizipationsmodells zu allen Fragen im nachbarschaftlichen Kontext.
Mit dem Soziokratie-Ansatz mit den Betroffenen von unten sowie die Anwendung eines „Konsensprinzips“ zu beginnen.

Was müsste bei dem kommenden Anlauf anders sein?

Nach den Schritten I-III unter 2. kann ich Ihnen das möglicherweise schreiben.

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