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AGSOMA

Warum engagieren Sie sich persönlich für das Projekt?

Weil ich mich seit Jahren mit gesellschaftlichen Themen beschäftige und weil ich optimistisch bin, dass wir gemeinsam ein angenehmeres Miteinander (lokal, regional und auch global) gestalten können. Dabei sollte der Mensch im Mittelpunkt stehen. In den letzten Jahren wird im sozialen Bereich leider immer mehr gekürzt und das gefährdet die immens wichtige Arbeit von Organisationen und Vereinen auf lokaler Ebene. Um dagegen vorzugehen und um die Bürger auf lokaler Ebene zu mobilisieren habe ich das AGSOMA Konzept entwickelt.

Was wird konkret im Projekt gemacht? Welche Ziele verfolgt es? Wer braucht es?

Unsere Hauptziele sind die Förderung von gemeinnützigen lokalen und internationalen Vereinen, Organisationen und Projekten. Als Nebenziele wollen wir die soziale Verantwortung (corporate social responsibility) der lokalen Unternehmen und die Sensibilisierung der Verbraucher für lokale und internationale gemeinnützige Vereine und Organisationen fördern.

Idee und Ablauf
Jeden Monat wird je teilnehmenden Ort bzw. Ortsteil ein Faltblatt (DINlang 135g 4-farbig 10.000 Stück) herausgegeben, in dem eine monatlich wechselnde lokale und eine monatlich wechselnde internationale Organisation/Verein/Projekt auf je einer Seite vorgestellt wird (für diese kostenlos). Ziel ist es eine breite Öffentlichkeit über die Tätigkeiten dieser gemeinnützigen Vereine/Organisationen/Projekte zu unterrichten und für diese Spenden zu sammeln. In diesem Faltblatt wollen wir zudem lokalen Unternehmen (aus den jeweiligen Orten bzw. Ortsteilen) die Möglichkeit bieten, Werbung in einem sozialen und lokalen Umfeld zu schalten. Diese lokalen Unternehmen können schon ab 21,25 Euro je Monat eine Anzeige (Logo, Kontakte, Lage auf einer Karte) in unserem Faltblatt schalten. Zusätzlich stellen alle teilnehmenden Unternehmen noch einen Gutschein über Waren oder Dienstleistungen des Unternehmens in Höhe von ca. 25 Euro im Monat zur Verfügung. Am Ende des Monats wird dann je Unternehmen ein Gewinner ermittelt, der bei der Verlosung des Gutscheins mitgemacht hat und den im Faltblatt beigefügten Teilnahmeschein ausgefüllt und bei einem teilnehmenden Unternehmen (am Besten mit einer kleinen Spende für die Vereine/Organisationen/Projekte) rechtzeitig abgegeben hat. Von jedem so gespendeten Euro gehen am Monatsende 50 Cent an den in dem Monat geförderten lokalen Verein/Organisation/Projekt, 25 Cent an die in dem Monat geförderte internationale Organisation und die verbleibenden 25 Cent an unsere lokale AGSOMA Kooperationsorganisation (dies sind i.d.R. Freiwilligenagenturen, Seniorenbüros oder Bürgervereine), die sich um die lokale Umsetzung des AGSOMA Projektes kümmern werden. 100 % der Spenden kommen also bei gemeinnützigen Vereinen bzw. Organisationen an.
So hat jeder was davon. Lokale Unternehmen können Werbung in einem sozialen Umfeld zu äußerst geringen Kosten schalten, gemeinnützige lokale und internationale Organisationen/Vereine/Projekte können auf Ihre Arbeit aufmerksam machen und zusätzliche Spenden und Mitstreiter generieren und die Bürger können an der Verlosung teilnehmen und Gutscheine von ihren Lieblingsunternehmen gewinnen.

Potenzial und Reichweite
Das Projekt soll vorerst in den einzelnen Ortsteilen in Berlin (aktuell 95 Ortsteile) eingeführt werden. Da einige Ortsteile weniger gut entwickelt sind und nicht die notwendige Infrastruktur bieten werden, ist eine Zahl von 24-36 teilnehmenden Ortsteilen realistischer. Diese sollen nach und nach akquiriert werden. Theoretisch kann dieses Projekt aber auch in anderen Städten und Gemeinden in Deutschland eingeführt werden. Eine ausgeweitete Vertriebs- und Organisationsstruktur ist für den Fall eines erfolgreichen Starts in Berlin angedacht.

Gemeinnützige lokale/internationale Vereine/Organisationen/Projekte
Die gemeinnützigen lokalen und internationalen Vereine/Organisationen/ Projekte erhalten 50 bzw. 25 Prozent der Spenden, die über Kunden der teilnehmenden lokalen Unternehmen generiert werden (Empfehlung: 1 Euro Spende je Teilnahmeschein). Die Reihenfolge der Vereine und Organisationen und somit der Fördermonat wird nach dem Rotationsprinzip durch unsere lokale AGSOMA Kooperationsorganisation (Freiwilligenbüro, Seniorenverein, Bürgerverein) festgelegt, die sich vor Ort bestens auskennt. Die Vereine/Organisationen/Projekte sollten in dem Monat, in welchem sie gefördert werden, auch eigene Bemühungen anstellen, um so die Spendengelder zu erhöhen. Dieses können sie mit gezielten Aktionen oder aktiver Werbung im Umfeld des Vereines und dessen Mitglieder erreichen. Auch bei PR Berichten in lokalen Medien oder auf den eigenen Kommunikationskanälen (Homepage, Facebook, Twitter) sollten Informationen zum AGSOMA Projekt veröffentlicht werden. So wird gewährleistet, dass eine größtmögliche Anzahl an Personen von dem Projekt und von dem aktuell geförderten Verein/Organisation/Projekt Bescheid wissen.

Gründer und Erfahrungen
Arnold Michael Schuster, ist gelernter Industriekaufmann, der 2004 seinen Betriebswirt bei der IHK Heilbronn mit dem Schwerpunkt Marketing abgeschlossen hat. Seit März 2010 hat er den B.A. (Note: 1,3) in Regionalstudien Asien/Afrika an der Humboldt Universität zu Berlin absolviert. Gerade ist er dabei, seinen M.A. in Modernen Süd- und Südostasienstudien (ebenfalls Humboldt Universität zu Berlin) und seinen M.A. in Governance (Fernuniversität Hagen) zu absolvieren. Erfahrungen im Bereich Marketing wurden in der bereits seit 2000 (teils nebenberuflich) bestehenden Tätigkeit als selbständiger Unternehmer gesammelt. Eine unternehmerisch kompetente Umsetzung des Projektes kann somit gewährleistet werden.

Wer trägt das Projekt?

Das Projekt wird von mir als Einzelperson getragen. Eine Gründung einer gGmbH kommt evtl. ebenfalls in Frage.

Wie geht die Nachbarschaft mit Ihrem Projekt um? Welchen Rückhalt bekommen / erwarten Sie?

Die ersten Umfragen und Darstellungen des Projektes bei lokalen Vereinen/Organisationen und Unternehmen hier in Berlin Friedrichshain sind durchweg positiv verlaufen. Ich habe bereits viele Zusagen für ein Interesse an der Teilnahme am Projekt von lokalen Vereinen/Organisationen aber auch von lokalen Unternehmen erhalten. Bei den Umfragen habe ich das Projekt auch weiter auf die Bedürfnisse der Vereine/Organisationen bzw. der Unternehmen aus Berlin Friedrichshain anpassen können. Es fand also auch ein Lernprozess auf meiner Seite statt. Aufgrund des positiven Feedbacks gehe deshalb davon aus, dass es auch in anderen Ortsteilen Berlins bzw. auch in anderen Orten bundesweit zu einem ähnlichen Interesse kommen wird und dass sich das Projekt in vielen Orten durchsetzen kann und auch langfristig genug eigene Mittel generieren kann.

Was sind die nächsten Projektschritte? Welche Pläne haben Sie?

Als nächstes muss ich mich um die (Anschub)Finanzierung des Projektes kümmern, um einen reibungslosen Start des Projektes hier in Berlin gewährleisten zu können. Momentan kümmert sich auch eine Freundin, um die professionelle Gestaltung der Faltblätter, der CI und der Homepage. Parallel dazu werde ich im Januar Gespräche mit potenziellen AGSOMA Kooperationsorganisationen (Freiwilligenagenturen, Seniorenbüros, etc.) aus den verschiedenen Ortsteilen in Berlin führen. Ab spätestens April 2013 sollen dann je Monat 1-3 neue Ortsteile das AGSOMA Projekt einführen. Bis dahin ist noch ausreichend Zeit, um das Vorgehen mit den lokalen Kooperationsorganisationen abzustimmen.

Welche Ideen haben Sie, damit Ihr Projekt langfristig besteht und wirken kann?

Das Projekt ist so konzipiert, dass es nach einer kleinen Anschubfinanzierung genug eigene Mittel generieren kann, um unabhängig und auf Dauer vor Ort zu wirken. Ab einer kritischen Masse (teilnehmende Orte/Ortsteile) sind auch Verlosungen von Hauptpreisen (Elekronik, KFZ, etc., die durch nationale Sponsoren bereitgestellt werden) angedacht. Diese steigern die Attraktivität des Projektes und führen so zu mehr Spendeneinnahmen für die gemeinnützigen lokalen und internationalen Vereine/Organisationen.

Was benötigen Sie, um Ihr Projekt voranzubringen? Wie hoch sollte Ihr Preisgeld sein?

Um einen reibungslosen Start des Projektes in Berlin zu gewährleisten und um die Übergangszeit (bis das Projekt sich selbst trägt) zu überstehen, werden 10.000 Euro benötigt. Ein detaillierter Investitionsplan und eine Rentabilitätsvorschau über drei Jahre kann von AGSOMA vorgelegt werden.

Wird Ihr Projekt bereits gefördert? Wenn ja, von wem und in welcher Form?

Noch nicht. Gespräche sind aber mit einigen potenziellen Partnern angesetzt (Senatsverwaltung, Stiftungen, Sponsoringpartner aus der Wirtschaft).

Was können andere von Ihrem Projekt lernen? Was ist das Nachahmenswerte an Ihrem Projekt?

Das man auch mit geringen Mitteln und geringem zeitlichem Einsatz etwas Gutes für die Nachbarschaft/Ortsteil erreichen kann und dass die lokale Wirtschaft und der soziale Sektor zusammenarbeiten können und dass beide davon profitieren können.

Was müsste bei dem kommenden Anlauf anders sein?

- erster Versuch -

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