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Alte Schachteln tauschen

Warum engagieren Sie sich persönlich für das Projekt?

1. Weil Kinder in Schulen, Horten und Kindergärten einen unendlichen Bedarf an Schachteln und Kisten haben, um bastelnd eigene Räume, kreative Welten und Gemeinschaften zu gestalten.
2. Weil ich davon überzeugt bin, dass Schachteltausch in Nachbarschaften Beziehungen verstärken wird.
3. Weil nachhaltige Mobilitätsmuster erst durch neue lokale Austauschbeziehungen entstehen, sichtbar und erlebbar werden.

Was wird konkret im Projekt gemacht? Welche Ziele verfolgt es? Wer braucht es?

Wir zeigen prototypisch in Dresden, wie gebrauchte Schachteln und Kisten als Treibstoff für Kreativität, Bildung und neue Geschäftsbeziehungen in Stadtteilen dienen können. Für Kinder, Eltern und Verwandte, LehrerInnen, ErzieherInnen, Gewerbetreibende, FahrradfahrerInnen, Fördervereine von Schulen und Kitas sowie andere Nachbarn.

Projektziele für 2013:
- Fünf oder mehr Schulen, Horte oder Kindergärten in Dresden werden
kontinuierlich mit gebrauchten Schachteln und Kisten versorgt.
- Fünf oder mehr Firmen in Dresden testen mit uns, ob und wie
Schachteltausch zwischen Unternehmen und anderen Organisationen und
Bildungseinrichtungen funktionieren kann.
- Wir testen, wie lokaler Schachteltausch und -transport dauerhaft organisiert
werden kann, bevorzugt automobilfrei mit Fahrrädern bzw. Lastenrädern.
- Die Projekterfahrungen werden begleitend online dokumentiert, um die
Idee Schachteltausch in Nachbarschaften zum Nachmachen zu etablieren.

Wer trägt das Projekt?

Eine Gruppe Dresdner – Einzelpersonen, die sich erst noch in einem Projektteam finden wollen.

Wie geht die Nachbarschaft mit Ihrem Projekt um? Welchen Rückhalt bekommen / erwarten Sie?

Gebrauchte Schachteln werden in Schulen und Kitas nach unseren Erfahrungen bereits heute gern angenommen und genutzt. Gewerbetreibende, die gebrauchte Schachteln bereitstellen, sind an möglichst wenig zusätzlichem Organisationsaufwand gegenüber den klassischen Entsorgungswegen interessiert. Andere Firmen haben ihrerseits Interesse an gebrauchten Schachteln.
Wir erwarten Wohlwollen und keinen Widerstand. Die Kunst und Herausforderung wird aber darin bestehen, nachbarschaftlichen Schachteltausch als wiederkehrende Aktion gegen etablierte Entsorgungsmuster durchzusetzen. Wir setzen dabei auf Enthusiasmus und Neugier von Kindern, Eltern, Firmen und LehrerInnen. Und auf Multiplikatoren, die die Idee an anderen Orten bekannt machen und nutzen – Menschen, Firmen, Stiftungen.

Was sind die nächsten Projektschritte? Welche Pläne haben Sie?

1. Wir sprechen mit potentiellen Schachtelquellen (Schuhhändler, Krankenhäuser, Outdoor-Läden u.a.) über regelmäßige oder sporadische Schachtelspende.
2. Wir suchen und finden noch mehr RadfahrerInnen, die regelmäßig Schachteltransporte für Schulen und Kindergärten durchführen – mit dem Lastenrad oder Fahrradanhängern.
3. Wir kaufen oder leihen – wenn möglich – geeignete Transporträder.
4. Wir starten eine Webseite für die Dokumentation des Projekts.
5. Wir identifizieren potentielle Verwender gebrauchter Schachteln im gewerblichen Bereich und sondieren geeignete Vermittlungs- und Kooperationswege.
6. Wir finden Gelegenheiten, bei denen wir die Idee "Alte Schachteln tauschen" erlebbar machen können: Kinder-, Schul-, Firmen- und Stadtteilfeste.
7. Wir werden sehen, welche Folgeideen daraus entstehen: z.B. neue Fundraisingprojekte und Kooperationen.

Welche Ideen haben Sie, damit Ihr Projekt langfristig besteht und wirken kann?

Die Idee Schachteltausch und die Effekte und Folgeideen sollen so dokumentiert werden, dass sie „Open Source“ von anderen kopiert und weiterentwickelt werden können. Bestenfalls übernehmen Personen und Organisationen in anderen Orten die Ideen und passen sie erfolgreich an die eigenen Ziele und ihr Umfeld an. Die Aktion http://cainesarcade.com zeigt beispielhaft, welche Begeisterung und Wirkungen Ideen für alte Schachteln weltweit auslösen können.

Was benötigen Sie, um Ihr Projekt voranzubringen? Wie hoch sollte Ihr Preisgeld sein?

Wir benötigen: MitstreiterInnen, Zeit, ein Lastenrad bzw. Budget für die regelmäßige Miete, eine Projektwebseite, Werbemittel (Flyer, Sticker), ein Spendenkonto und NachahmerInnen bzw. Vorbilder, wenn die woanders bereits gibt. Das Preisgeld sollte 2.500 Euro nicht überschreiten.

Wird Ihr Projekt bereits gefördert? Wenn ja, von wem und in welcher Form?

Nein, das Projekt wird noch nicht gefördert.

Was können andere von Ihrem Projekt lernen? Was ist das Nachahmenswerte an Ihrem Projekt?

Der Schachtelbedarf von Schulen, Kindergärten und auch von Gewerbetreibenden kann teilweise (bzw. größtenteils) aus der direkten Nachbarschaft und innerhalb eines Umkreises von wenigen Kilometern gedeckt werden, wenn das Angebot gebrauchter Schachteln und die Nachfrage zusammenfinden. Impulse und Netzwerke für kontinuierlich organisierten Tausch alter Schachteln verbinden Menschen, Vereine und Firmen. Schachtelspenden können wiederum Startpunkt für neue Kooperationen sein: Für neue Spendenprojekte von Fördervereinen, Produktideen für Schülerfirmen, Anlass für Firmenbesuche oder Projekttage.

Was müsste bei dem kommenden Anlauf anders sein?

Der kommende Anlauf soll aus der sporadischen Initiative Einzelner eine öffentlich erkenn- und nachahmbare Initiative und Bewegung machen.

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