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1. Viersener Kartoffelfest

Warum engagieren Sie sich persönlich für das Projekt?

Als Bewohnerin des Viersener Stadtteils „Rintgen“ im Viersener Süden und direkte Anwohnerin des Gereonsplatzes, die gerne in ihrem Viertel lebt, ist es mein Anliegen, den in der Vergangenheit immer schlechter werdenden Zustand des Stadtteils zu verbessern und das Viertel wieder zu einem lebens- und liebenswerten Quartier zu machen.

Was wird konkret im Projekt gemacht? Welche Ziele verfolgt es? Wer braucht es?

Das 1. Viersener Kartoffelfest wurde durch engagierte Bürgerinnen und Bürger initiiert und in Kooperation mit den am Platz ansässigen Geschäften, einer Tanzschule, sowie Gastronomiebetrieben durchgeführt. Hierzu wurden durch die Initiatoren/innen u.a. „Kartoffelkisten“, die die Zutaten für eine Kartoffelsuppe beinhalteten inkl. Rezept vorbereitet und verkauft. Auch sind Kartoffeln von Bauern der Umgebung angeboten worden, diese versehen mit Informationen zu Kartoffelanbau und –sorten. Die teilnehmenden Gastronomiebetriebe haben den Bürgern/innen kulinarische Köstlichkeiten von und mit der Kartoffel angeboten (so z.B.: Kartoffelsuppe, Menü rund um die Kartoffel, Fisch im Kartoffelteig, Kartoffelbrötchen, türkische Fleischspieße mit Folienkartoffel …). Für die anwesenden Kinder haben die Initiatoren Spiele, wie Kartoffellauf und Sackhüpfen angeboten und mit viel Erfolg durchgeführt. Alle Kinder haben anschließend Urkunden erhalten. Zur Unterhaltung wurden von der ansässigen Tanzschule herbstliche Tänze von Kindern und Jugendlichen aufgeführt. Für Interessierte sind zwei historische Führungen durch das Viertel gemacht worden, die sehr viel Anklang fanden. Für diejenigen Bürger/innen, die zwar gerne „Rheinische Reibekuchen“ essen, dies jedoch üblicherweise nur noch in Schnellrestaurants, wurde eine Vorführung mit Unterstützung eines örtlichen Gastronomen organisiert, hierbei wurden die einzelnen Schritte zur Herstellung von Reibekuchen gezeigt. Anschließend sind die Reibekuchen an die Bürger/innen verschenkt worden.

Ziele:
Das 1. Viersener Kartoffelfest soll als feste Größe auch in den kommenden Jahren die Möglichkeiten des Gereonsplatzes aufzeigen und der Bevölkerung des Stadtteils eine Identifikation mit ihrem Viertel ermöglichen und somit einen Wegzug der Bevölkerung verhindern. Es soll dargestellt werden, welche Möglichkeiten u.a. Familien mit Kindern (mit und ohne Migrationshintergrund) haben, die im Viertel vorhandenen Angebote (Tanz, Musik, Bücherschrank …) für sich zu nutzen. Da das Viertel aus Sicht der Initiatoren einen hohen Anteil von Bürgern/innen mit Migrationshintergrund, sowie große Bevölkerungsteile mit niedrigem Einkommen hat, ist beabsichtigt, durch das Kartoffelfest eine Akzeptanz und Zusammengehörigkeit der einzelnen Bevölkerungsgruppen zu erreichen. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass bestehendes Konfliktpotential verringert wird.

Wer trägt das Projekt?

Das Projekt wird getragen durch eine Gruppe engagierter Bürger/innen, die sich regelmäßig treffen.

Wie geht die Nachbarschaft mit Ihrem Projekt um? Welchen Rückhalt bekommen / erwarten Sie?

Wie sich gezeigt hat, fand das 1.Viersener Kartoffelfest so großen Anklang - es kamen über 1500 Besucher -, dass eine Wiederholung von vielen Bürgerinnen und Bürgern gewünscht wurde. Das gegenseitige Kennenlernen hat sicherlich dazu beigetragen. Auch gibt es schon konkrete Anregungen und Vorschläge für ein zweites Fest.

Was sind die nächsten Projektschritte? Welche Pläne haben Sie?

Für Januar 2013 ist ein Treffen aller Beteiligten geplant, um eine stetige Wiederholung des Kartoffelfestes in den nächsten Jahren sicherzustellen.

Welche Ideen haben Sie, damit Ihr Projekt langfristig besteht und wirken kann?

Installation einer festen Organisationsgruppe mit klarer Struktur. Einbindung der verschiedenen Bevölkerungsgruppen des Viertels (mit und ohne Migrationshintergrund – alt und jung – mit und ohne Behinderung) sowie der lokalen Gastronomie und Einzelhandels.

Was benötigen Sie, um Ihr Projekt voranzubringen? Wie hoch sollte Ihr Preisgeld sein?

Ein Preisgeld von 3500,00 € würde eine Verstetigung des Projektes ermöglichen. Die Anschaffung von Pavillons (die bisher genutzten sind schon sehr instabil und können nicht mehr repariert werden), die Kosten für das Leihen einer Bühne, die GEMA-Gebühren, das Leihen einer Musikanlage, die Bereitstellung von Toiletten sowie die Herstellung von Plakaten und Flyern u.a. können nicht aus den bisher erwirtschafteten Mitteln bezahlt werden, sodass die Fortführung des Projektes rein aus Kostengründen gefährdet ist.

Wird Ihr Projekt bereits gefördert? Wenn ja, von wem und in welcher Form?

Für das 1. Viersener Kartoffelfest hat es eine Anschubfinanzierung für die Sachmittel aus dem Projekt „Soziale Stadt“ gegeben.

Was können andere von Ihrem Projekt lernen? Was ist das Nachahmenswerte an Ihrem Projekt?

Gemeinsam kann ein Viertel wieder „auf die Beine“ kommen und eine gute Nachbarschaft bereichert das Leben im Stadtteil.

Was müsste bei dem kommenden Anlauf anders sein?

Projekt ist gelungen! 1500 Bürgerinnen und Bürger kamen!

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